Akkreditierungsantrag eingereicht!
[Osnabrück, 15.2.06] Am 15. Februar erhielten die ZEvA und ihr niederländischer Partner NVAO (Nederlands-Vlaamse Accreditatie Organisatie) ein identisches Dokumentenpaket: damit beantragen die FHs Osnabrück und Münster sowie die Saxion Hogeschool Enschede/Niederlande die Akkreditierung ihres gemeinsamen MBA-Studiengangs "International Supply Chain Management" im Rahmen des Projekts CUNE. "Das ist tatsächlich eine Premiere in der deutsch-niederländischen Hochschulzusammenarbeit und stärkt den EMOTIS-Verbund unserer drei Hochschulen", betont Peter Mayer, Vizepräsident für Internationales der federführenden Fachhochschule Osnabrück und Dekan der zuständigen Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Der Studiengangsbeauftragte und Arbeitsgruppen-Leiter, Prof. Wolfgang Bode, sieht in der grenzüberschreitenden Ausrichtung und in der Durchführung durch drei Hochschulen einen besonderen Anreiz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen, sich in der Logistik weiterzubilden. Beide zeigen sich optimistisch, daß das Verfahren zügig beendet werden kann, um im Wintersemester 2006 die ersten Studierenden aufzunehmen.
Neu an dem binationalen Verfahren ist zunächst, daß alle drei Hochschulen den Studiengang formal einrichten, die Verantwortung für bestimmte Module übernehmen und die Prüfungsleistungen gegenseitig anrechnen. Das ist effizient und ermöglicht eine tatsächliche Bündelung der besonderen Stärken der drei Partner bei Teilung der Verantwortung und Schonung der Ressourcen. Effizient ist auch das entwickelte Akkreditierungsverfahren. Da für Saxion die NVAO zuständig ist und für die beiden deutschen Partner eine deutsche Agentur (ZEvA), vereinbarten die beiden Agenturen, ein gemeinsames Antragsdokument zu akzeptieren. Angesichts weitgehend übereinstimmender Akkreditierungskriterien war das gar kein Problem, und die NVAO war im konkreten Fall mit der Bearbeitung gemäß ZEvA-Gliederung einverstanden. Die Gutachtergruppe wird binational besetzt, die formalen Beschlüsse werden getrennt gefaßt. "Ein solcher Pragmatismus tut dem Bologna-Prozeß gut – er fördert das Verständnis für die gewachsenen Unterschiede der Hochschulsysteme", meint denn auch die Projektleiterin, Dr. Christiane Kühne.


